Wallfahrtskirche Maria Freienstein
Steiermark
Die Wallfahrtskirche Maria Sieben Schmerzen auf Freiensteinist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche. Sie steht ungefähr hundert Meter oberhalb des Ortes Sankt Peter-Freienstein auf einem schmalen Felsplateau, genau dort, wo sich im späten Mittelalter die Burg Leoben, später Freienstein befunden hatte. Die Kirche wurde auf den Ruinen dieser ehemaligen landesfürstlichen Burgerbaut.
Nach der Übernahme Karantaniensdurch die Bayern bzw. die Franken befand sich das Verwaltungszentrum der Grafschaft „Liupina“ (Leoben) im sogenannten Steinhaus (heute Sankt Peter-Freienstein), wo später etwa von 1188 bis 1848 der Sitz des Urbaramtes und des Landgerichtes war. Die Burg Leobendiente als Schutz und als Fliehburg für das Landgerichtshaus. Burg und Herrschaft wurde in der Folge vom Landesfürsten an ständig wechselnde adelige Dienstleute als Lehen vergeben. Ende des 14. Jahrhunderts übergab der Herzog die Burg ritterlichen Dienstleuten, so auch den Idungspeugern(altes österreichisches Adelsgeschlecht).Diese besaßen auch eine weitere Burg mit dem Namen Freiensteinin Niederösterreich und nannten die Burg Leoben nun ebenfalls Freienstein.Der Name Leoben wurde immer mehr nur für die landesfürstliche Stadt Leoben verwendet.Im Lauf der Jahrzehnte verlor die Burg an Bedeutung und wurde stark baufällig.
Umbau zur Kirche
Im Jahre 1652 erwarben die Leobner Jesuiten Schloss und Herrschaft und erreichten vom Erzbischof in Salzburg die Genehmigung, die Burg in eine Muttergotteskirche umzubauen, was in den Jahren 1661 bis 1663 geschah. Die Einweihung erfolgte 1718. Nach der vorübergehenden Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 kam die Herrschaft Freienstein an den Staat und in der Folge von diesem an private Eigentümer.
Von der ehemaligen Wehrburg stammen der mächtige Rundturm und das Torgebäude, das sogenannte Priesterstöckl. Dieses besteht aus zwei Zimmern. Der Zugang zur Kirchenanlage, an der man noch heute den alten Wehrcharakter erkennen kann, erfolgt über eine Brücke. Am zweigeschossigen Torgebäude sind Schießscharten angebracht. Der Kirchhof erstreckt sich auf zwei Felsplateaus und ist von einer Ringmauer umgeben.
Die Gemeinde Sankt Peter-Freienstein
Sankt Peter-Freienstein ist eine Marktgemeinde im Bezirk Leoben in der Obersteiermark. Sie zählt heute ca. 2300 Einwohner. Nur etwa 5 km entfernt liegt die Stadt Leoben, die als Zentrum des obersteirischen Industrieraums gilt.
Das Schloss Freienstein
1635 wird der ehemalige Velnhof im Unterschied zur verfallenen Burg Freienstein„Neuschloß Freienstein“ genannt. 1652 kommt der Hof gemeinsam mit der Burgruine an die Leobner Jesuiten, die ihn ausbauen und von hier aus die Herrschaft Freienstein verwalten. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 übernimmt der Staat den Besitz. In den folgenden Jahrzehnten gibt es eine Reihe meist adeliger Besitzer. Nach 2000 wurden die Gebäude in Wohnungen umgebaut, die vermietet werden.
Quellen:
1) Wikipedia: Wallfahrtskirche Maria Freienstein
2) Webseite: www.st-peter-freienstein.gv.at
3) Webseite: www.burgen-austria.com , Freienstein – Schloss
Kirche Maria Freienstein um 1910